Schauspielintendant Enrico Lübbe gibt Theater Erfurt-Debüt

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Seit einigen Tagen laufen inzwischen die Ensemble-Proben für unsere nächste große Opernpremiere Wozzeck von Alban Berg. Engagiert hat unser Haus dafür einen Regisseur, der eigentlich im Schauspiel fest zu Hause ist, sich aber durchaus den einen oder anderen “Opernausflug auf Arbeitsebene” gönnt: Enrico Lübbe. Der 41-jährige ist seit der Spielzeit 2013/14 Intendant des Schauspiel Leipzig , wo er bereits kurz nach dem Studium der Kommunikations-, Medien und Theaterwissenschaften als fester Hausregisseur arbeitete. Gastengagements führten bereits in viele weitere deutsche Städten, fünf Jahre lang war auch Chemnitz sein Arbeitsort, wo Lübbe als Schauspieldirektor tätig war.

Den aktuellen Intendantenjob macht Enrico Lübbe in den Augen der Leipziger offenbar so gut, dass die Stadt seinen Vertrag bereits vorfristig bis 2023 verlängerte. Geboren in Schwerin war Lübbes Weg zur Bühne vielleicht sogar ein bisschen vorgezeichnet, denn als 11jähriger spielte er die Titelrolle in der beliebten mehrteiligen Kinderserie “Alfons Zitterbacke”.

Was die Kritiker damals über ihn schrieben, haben wir nicht recherchiert. Über seine Arbeiten als Regisseur ist allerdings einiges zu finden. So meinte die „Süddeutsche Zeitung“ vor einiger Zeit über Lübbes Stil: Er habe „ein Faible für ganz und gar unfröhliche Stoffe, er ist ein präziser Schauspieler-Regisseur.“ Die Fachzeitschrift Theater heute schrieb: “Enrico Lübbe ist ein Schauspielerregisseur, der weiß, wie mit Reduktion Wirkung zu erzielen ist (…), der sich wohltuend auf Wesentliches konzentriert, nicht auf starke Gefühle verzichtet und dabei auch noch Unruhe im Hirn erzeugt.” (Quelle Wikipedia)

Am Theater Erfurt inszeniert Enrico Lübbe zum ersten Mal. Wir sind sehr neugierig auf seine Interpretation der Berg-Oper und sagen Danke für die Vervollständigung unseres Blog-Fragebogens:

Als ich klein war, wollte ich … größer werden.

Wenn ich morgens aufwache… kümmere ich mich um meine Kinder.

Theater ist für mich… viel Arbeit und viel Freude.

Ein Leben ohne Internet …. ist leider und Gott-sei-Dank heute nicht mehr möglich.

Am liebsten bin ich … still.

Ungeduldig werde ich… immer nur innerlich.

Inspiration hole ich mir… beim Schlafen.

An meinen Freunden schätze ich…, dass sie viele andere Stärken haben als ich.

Gerade lese ich… „Kapitalismus und Ungleichheit“ von Heinz Bude.

Das Verrückteste, was ich je getan habe…  war ein mehrwöchiger Urlaub an der Westküste der USA.

Schwach werde ich… bei meinen Kindern.

Noch mehr zu Erico Lübbe und Wozzeck gibt es hier:

http://www.theater-erfurt.de/Media/PROspekt-Ausgabe-2-2016-17.html

Foto: A. Kehr

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Eingestellt von

Alexandra Kehr

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