Von den Uni-Klausuren in den Theateralltag

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Blick von der Zuschauertribüne auf das Bühnenbild "Der Name der Rose"

Eben noch mitten in der Klausuren-Phase, sitze ich an einem schönen Augusttag mitten auf dem Erfurter Domplatz und beobachte den Trubel bei den Proben für die DomStufen-Festspiele 2019. Gezeigt wird in diesem Jahr das Musical Der Name der Rose. Statt in der vorlesungsfreien Zeit meine Hausarbeiten zu schreiben oder die Zeit im Freibad zu genießen, werfe ich als Praktikantin einen Blick hinter die Kulissen des Theater Erfurts, genauer in die Öffentlichkeitsarbeit. Das habe ich mir so ausgesucht und bin froh, für ein paar Wochen diese Chance bekommen zu haben. Denn so kann ich meinem Studium “Musikwissenschaft und Interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement” an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena, auch mal für kurze Zeit eine Pause gönnen, mich aber gleichzeitig praxisorientiert weiterbilden.

Aber zurück zum Domplatz. Von Weitem habe ich den Eindruck, dass alles gut läuft: das Wetter spielt mit für die Open-Air-Probe, der Szenendurchlauf funktioniert ohne größere Unterbrechungen, das Orchester in seinem klimatisierten Container klingt schon gut, und es herrscht eine entspannte Stimmung. Oder trügt mich der Eindruck?

Blick von der Zuschauertribüne auf das Bühnenbild "Der Name der Rose"Blick von der Zuschauertribüne auf das Bühnenbild “Der Name der Rose”

Um das herauszufinden, habe ich mich unter die Beteiligten gemischt und mich mit ihnen unterhalten. Jeein Jung, Solo-Oboe des Philharmonischen Orchesters, meint, dass die Musiker noch an ein paar Stellen feilen, die im Zusammenspiel etwas schwierig seien. Gleichzeitig ist es für Jeein auch eine Herausforderung, nicht zu wissen, wie sich das Orchester außerhalb des Containers anhört und ob es ihrer Vorstellung vom perfekten Klang gerecht werde. Erleichtert wird es den Musikern durch Monitore im Container. Darüber kann der musikalische Leiter, Jürgen Grimm, die Geschehnisse im Bühnenbild verfolgen und Jeein Jung und ihren Kolleginnen und Kollegen die richtigen Einsätze geben.

In diesem Container musiziert das Philharmonische Orchester Erfurt
In diesem Container musiziert das Philharmonische Orchester Erfurt

Die Tonkollegen arbeiten währenddessen noch an der richtigen Mischung, um den Orchesterklang aus dem Container mit dem Gesang auf der Bühne perfekt zu vereinen. Schließlich soll das Orchester den Gesang nicht in den Hintergrund drängen beziehungsweise sollen die Sänger auf der Bühne das Orchester gut hören.

Die Tontechniker beim Mischen der Klänge
Die Tontechniker beim Mischen der Soundklänge

Auch für die Bühnentechniker läuft nach eigener Aussage alles prima und entspannt. Anja Wandt von der Ausstattung ist ebenfalls zuversichtlich. Obwohl die Proben in der letzten Woche durch Regenfälle öfters unterbrochen werden mussten, verlaufe alles bis jetzt nach Zeitplan. Nur hier und da gebe es noch ein paar Anweisungen für Korrekturen.

Blick auf den Arbeitsplatz der Regie und Ausstattung
Blick auf den Arbeitsplatz der Regie und Ausstattung

Alles in allem herrscht aus der Sicht der meisten Beteiligten eine sehr gute Atmosphäre und fiebern alle auf die Premiere hin.

Mein Eindruck hat mich also nicht getäuscht und so bleibt mir zum Schluss nur zu sagen: TOI TOI TOI für alle Vorstellungen – hoffentlich ohne Regenschauer. Die Hauptprobe lief übrigens super! Hier ein kleiner szenenbildlicher Vorgeschmack:

Szenenbild aus dem Musical "Der Name der Rose"
Szenenbild aus dem Musical “Der Name der Rose”

Infos und Karten unter https://www.domstufen-festspiele.de

Fotos: Ich (4), Lutz Edelhoff (1)

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Eingestellt von

Frank Schlebeck

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