…Und 5,6,7,8 – Heiße Proben für Bernsteins “West Side Story”

0 KommentareVeröffentlicht am Categories auf der Bühne, Hinter den Kulissen, Im Scheinwerferlicht

Die vergangenen Septembertage hatten es echt in sich! Temperaturen von teilweise über 30 Grad – klar, dass vor allem unsere Tänzer bei den Proben zur West Side Story da noch mehr ins schwitzen kommen. Aber: es ist ihr Job, und weil alle, die wir für das Musical gecastet haben, echte Profis sind, bleiben sie gelassen und tanzen und tanzen im Schweiße ihres Angesichts, damit die Choreografie perfekt sitzt! Mit dabei sind auch einige unserer Choristen, und auch sie sind voll bei der Sache um mit den Profitänzern mithalten zu können.

Luisa König, 19jährige Studentin der Theater- und Wirtschaftswissenschaften in Mainz, absolviert während der Musical-Produktion ein Praktikum an unserem Theater. Vor allem der Medienbereich interessiert sie. Für ihren ersten Blogbeitrag hat sie die Tanzproben beobachtet:

Bei hochsommerlichen Temperaturen geht es bei den Proben des Musicals „West Side Story“ heiß her: Die gute Stimmung im Team ist spürbar. Mit viel Freude an der Musik nehmen die zwei Gangs, die Jets und die Sharks, es nicht nur mit der Hitze auf, sondern setzen sich auch mit tiefliegenden Gefühlen auseinander. Von Leidenschaft bis hin zu bedrohlichen Blicken ist alles dabei.

Die Darsteller nehmen jede Aufgabe mit einem Strahlen in den Augen, denn sie haben Spaß an ihrer Arbeit- auch wenn sie anstrengend ist oder auch mal nervenaufreibend sein kann. Drum finden neben Witzen auch einige Diskussionen statt, um das Bestmöglichste aus allem herauszuholen…

Regie führt bei Bernsteins Musical Pascale Chevroton, die nicht nur die szenischen Proben betreut, sondern auch für die Choreografie zuständig ist. Geprobt wird rund um die Uhr. Während Chevroton morgens und abends mit dem Ensemble weitere Szenen erarbeitet, geht Co-Choreografin Sabine Hack am Nachmittag jedes Detail mit den Tänzern noch einmal genau durch: „Leute, bringt bitte noch das gewisse Etwas rein!“, ruft sie den jungen Frauen und Männern immer wieder motivierend zu.

Sogar in den Pausen wird fleißig weiter geübt, getanzt und über einzelne Passagen nachgedacht.

Dieser Elan springt auch auf mich über. Wenn laut „MAMBO!“ im Takt der Musik gerufen wird, spüre ich wie mein Körper zu vibrieren beginnt, sodass ich Lust bekomme, gleich aufzuspringen und mitzumachen. Der ganze Probensaal sprüht vor jugendlichem Leben, mitreißenden Emotionen, und es liegt eine faszinierende Spannung in der Luft – eine wirklich ganz besondere Atmosphäre. Kein Wässerchen kann sie trüben, sei es ein vor lauter Anstrengung nasses T-Shirt, oder auch mal eine Träne, die über die Wange rollt… Ich bleibe dann aber doch lieber sitzen, beobachte und freue mich an den tollen Bildern der Choreografie.

Bis zur Premiere, am 15.10.2016, steht noch ein ordentliches Stück Arbeit bevor, und bis dahin tönt es immer wieder laut durch die Gänge: „…und 5, 6, 7, 8…“.

Hier gibts mehr zu Inhalt und Werk: http://www.theater-erfurt.de/Programm/Stuecke/West-Side-Story.html

Foto: Lutz Edelhoff

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Eingestellt von

Alexandra Kehr

Erfahren Sie hier mehr