Ohne Texthänger durchs Weihnachtsmärchen

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Obwohl ich zur Premiere unseres Weihnachtsmärchens an diesem Donnerstag nicht auf der Bühne stehe, bin ich aber mindestens genauso aufgeregt wie alle Mitwirkenden. Denn ich durfte während der ganzen Proben live dabei sein, habe nicht nur zugeschaut, sondern hatte einen richtig wichtigen Job: ich war Souffleuse! Und das ist – unerfahren wie ich war – gar nicht mal so leicht. Schließlich will man ja niemanden unterstellen, dass er seinen Text nicht kann. Da ist echtes Fingerspitzengefühl gefragt und eine durchaus kräftige Flüsterstimme. Inzwischen sind natürlich alle textsicher, und es kann es losgehen mit den über 50 Vorstellungen bis in den Januar hinein.

Marktszene

Einen Monat wurde geprobt, und es waren echt harte Proben. Denn das, was später ganz leicht und spontan aussieht, ist geplant bzw. lange einstudiert. Jede Bewegung ist Detailarbeit. Regisseurin Anna Keßler hat darauf immer besonders geachtet. So wie zum Beispiel in der Hexenküche. Oh Mann, wie lange wurde daran gefeilt, bis die Hexe endlich an der richtigen Stelle stand, der Hase an alle Requisiten kommt, die Verwandlung von Zwerg Nase magisch erscheint und die Zaubermusik genau auf die EINE Handbewegung erklingt…

Hexenküche

Auch die Proben zur Verfolgungsjagd hatten es in sich. Um Zwerg Nase, dem Oberküchenmeister und der Küchenmamsell zu erklären wie diese ablaufen soll, griff Anne Keßler auch schon mal zu einer Pralinenpackung, die den Vorhang darstellte und einem Schokohasen als Double für die Schauspieler. Am Anfang herrschte jedenfalls noch großes Chaos. Inzwischen weiß jeder wohin er rennen muss. Wie jetzt? Ihr könnt euch das gerade nicht vorstellen? In meinen Erinnerungen ist das jedenfalls noch sehr lebendig😉

Am Ende wussten aber alle Bescheid für wen es wann wohin geht, wann die Hexe zum ersten Mal auftreten muss, wann welches Bühnenbild verschoben werden oder die Gans „sprechen“ muss.

Schlossküche

Dass ich daran Anteil habe, macht mich auch ein bisschen stolz. Und obwohl mein Souffleusen-Job jetzt beendet ist, komme ich so richtig nicht los vom Märchen, in dem nicht nur gesprochen, sondern auch viel gesungen wird. So ist mir ein Ohrwurm geblieben, den ich so schnell nicht vergessen kann: „…immer der Straße nach, immer der Nase nach, immer der Sonne hinterher, weiter in `nen schönen neuen Tag.“

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Eingestellt von

Stefanie Malur

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