Nach Espresso und Radiomusik zur “Macbeth”-Probe

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Eine „alte“ Bekannte ist zurück an unserem Haus. Pamela Recinella. Die aus Italien stammende Regisseurin, die ihren Wohnsitz seit einiger Zeit in Edinburgh (Schottland) hat, inszeniert derzeit Verdis Oper Macbeth und bringt damit ein Stück weit ihre momentane Wahlheimat auf unsere Bühne.

Bereits 2013 sorgte Pamela Recinella mit einer gelungenen und faszinierenden Regiearbeit zu Simon Boccanegra für Begeisterung bei Publikum und Kritikern.

Aufgewachsen in Pescora, führte sie ihr Weg zunächst an die Universität Bologna, wo sie Kommunikationswissenschaften unter der Leitung von Umberto Eco studierte. Zeitgleich nahm Pamela Recinella Unterricht in Akrobatik und Bühnenbewegung an der Theaterschule Galante Garrone. Ihre Studien in setzte sie an der Internationalen Schauspielschule Mailand fort.

Während ihres Masterstudiums im Fach Regie des Musiktheaters  in Venedig verschlug es  sie innerhalb eines Austauschprogrammes nach Paris an die Comédie Française sowie nach Berlin an das Deutsche Theater und an die Volksbühne. Erfahrungen sammelte sie zudem an der Semperoper in Dresden, der Oper Leipzig und der Königlichen Oper Kopenhagen.

Die Proben für Macbeth laufen inzwischen auf Hochtouren (Foto oben von Lutz Edelhoff),für unseren Frage-/Antwortbogen hat sich die junge Regisseurin dennoch gerne Zeit genommen:

Als ich klein war … habe ich immer mit den Experimenten meines Vaters gespielt. Er war Arzt und Chemiker, und genau das wollte ich auch werden. Meine Schwester meinte aber, dass ich bei meiner Kreativität wohl gut und gern mal das Herz mit der Leber verwechseln würde.

Wenn ich morgens aufwache … starte ich den Tag mit Espresso und Cappuccino, selbst gemachter Marmelade und dem Radiosender BBC 3.

Theater ist für mich … der beste Weg, um sich Geduld und Coolness anzueignen, interessante Menschen kennenzulernen und natürlich unvergessliche Erlebnisse zu haben.

Ein Leben ohne Internet … wäre vielleicht besser, ist aber momentan natürlich unvorstellbar. Das Internet ist ein essentieller Bestandteil meiner Arbeit.

Ich würde niemals … nie sagen.

Am liebsten bin ich … auf Sizilien. Schwimmen im Meer und Calamari mit Salat essen –  das ist herrlich!

Mich hat noch nie jemand gefragt… ob ich nicht lieber einer anderen Arbeit nachgehen wolle.

An meinen Freunden schätze ich…, dass sie es mir nie übel nehmen, wenn ich mich lange Zeit nicht melde. Wenn wir uns dann aber wiedersehen, fühlt es sich aber an, als hätten wir uns erst gestern verabschiedet.

Das Verrückteste, was ich je getan habe… war, mit meiner Schwester nach Istanbul zu fliegen als wir gerade Anfang 20 waren und drei Tage zuvor ein Bombenattentat in der Stadt verübt worden war.

Ich habe noch nie verstanden… warum Menschen naiv durch das Leben gehen.

Schwach werde ich… bei Omas selbstgemachten Ravioli.

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Als Italienerin schwört Pamela Recinella auf Kaffeepausen. Foto: Mara Hildesheim

Am 24. April ist Premiere für Macbeth. Mehr über das Stück und die Regisseurin selbst erfahren Sie  auch HIER(http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=5693)

 

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Eingestellt von

Alexandra Kehr

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