Dr. P stolpert auf der 4

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„Also das machen wir am besten gleich nochmal. Es muss wirken, als würdest du eine Zigarette rauchen, ohne eine Zigarette zu rauchen, verstehst du? Und denk dran, du spielst einen geistig Verwirrten.“ Regisseur Markus Weckesser hat genaue Vorstellungen von der Figur des Dr. P mit der angeknacksten linken Hirn-Hemisphäre.

In detaillierter Kleinstarbeit arbeitet Weckesser mit Sänger Gregor Loebel an der Rolle des Patienten, wird sie zunehmend greifbarer und anschaulicher. Als Dr. S agiert in der Probe auch schon einmal der musikalische Leiter Peter Leipold, der einige Male im Hintergrund zu hören ist. Die von Austattungsleiter Hank Irwin Kittel (Foto) erdachte stufenförmige Teppichbühne hält viele Möglichkeiten zum Stolpern, Torkeln und Fallen bereit. „Im Moment siehst du aus, als würdest du einem imaginären Schmetterling hinterher jagen“, meint Weckesser trocken und bringt damit alle Anwesenden im Ballettsaal (mal wieder) zum Lachen. Etliche Male bewegt sich Loebel von einer Bühnenseite zur anderen, mal singend, mal stumm, mal seine Anweisungen vor sich hin murmelnd: Also immer auf der 4 im Takt muss etwas passieren…

Mitten im Geschehen sitzt da auch noch Korrepetitorin Yuki Nishio in einer Art kleinem Orchestergraben, der später acht Musikern – 6 Streicher, Klavier und Harfe – Platz bieten wird. Fortsetzung folgt.

Video: Mara Hildesheim

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Eingestellt von

Alexandra Kehr

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