Diven im Haus

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Proben zu "Diven sterben einsam" (v.l.n.r. Thomas Möckel, Dirk Audehm, Kati Grasse)

Nach den Vorproben in Berlin ist das Diven-Ensemble nun ins Theater Erfurt eingezogen. Auf der Studiobühne wird am 12. Oktober 2018 der Abend “Diven sterben einsam (…und erst, wenn sie gut ausgeleuchtet sind)” nicht nur zur Premiere kommen, unsere Zuschauer werden sogar Zeugen einer Uraufführung.

Der Schauspieler, Regisseur und Autor Dirk Audehm (Titelfoto Mitte) begeisterte mit seinem Stück bereits am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin das Publikum. Auf die Idee, seine Diven zu einer Musical-Fassung umzuarbeiten kam er, weil er seit Jahren selbst Musik macht, eigene Songs schreibt und in Thomas Möckel als Komponisten einen kongenialen Partner fand.

„Musik ist etwas so Wundervolles und Magisches und ich hoffe, dadurch noch mehr Menschen zu erreichen.“

Thomas Möckel und Kati Grasse während der Proben.
Thomas Möckel und Kati Grasse während der Proben.

In der Dresdner Schauspielerin Kati Grasse, die die Mulligan spielt und singt, fand er seine Idealbesetzung. „Kati ist das, was ich als ‚Type‘ bezeichnen würde und eine Schauspielerin, die ihr Handwerk versteht. Entscheidend war natürlich auch, dass sie eine ganz fantastische Sängerin ist.“
Jane Purcy Mulligan, die Diva des Stückes, hat ihr Leben und ihre Leidenschaft der Bühne geopfert und ist am Ende ihrer Karriere in der Provinz gestrandet. Schnell wird klar: Hier hat man es nicht mit einer gescheiterten Existenz zu tun, sondern mit einem Schlachtschiff der Kunst. So erzählt sie nun und singt – die Mulligan. Und dabei wird kräftig nach allen Seiten ausgeteilt, bekommen Regisseure, Kollegen, Kritiker, Liebespartner, Politiker und selbst Ankleiderinnen ihr Fett weg.

„Ich wollte eine Geschichte erzählen über meinen Beruf, der neben der Lust und dem Spaß auch den täglichen Kampf beschreibt, manchmal sogar die Verzweiflung. Im Idealfall wird der Zuschauer sich wiederfinden, denn letzten Endes kennen alle diese Gefühle.“

Entstanden ist ein Abend über und für das Überleben des Theaters, mit unglaublichem Witz, Tragik, schwarzem Humor und großem Gefühl, den sich niemand entgehen lassen sollte.

Karten unter 22 33 155 oder auf www.theater-erfurt.de

Fotos: Lutz Edelhoff

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Eingestellt von

Doris Schmidt

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