Auf einen Kaffee mit … KAKHABER SHAVIDZE

0 KommentareVeröffentlicht am Categories Auf einen Kaffee mit..., Hinter den Kulissen

Von Georgien nach Erfurt: Bass Kakhaber Shavidze ist seit der Spielzeit 2017/18 festes Ensemblemitglied an unserem Haus. So wie neulich Leonor Amaral habe ich auch ihn u.a. zu seinen Interessen außerhalb des Theaters und seine Wünsche für die Zukunft befragt.

Kakhaber, wolltest du immer schon Sänger werden? 
Ich würde “Ja” sagen. In meiner Heimatstadt Tiflis in Georgien habe ich ein Musikstudium absolviert und obwohl ich nach der Universität andere Arbeiten verrichtete, habe ich weiterhin gesungen. Ich wurde immer von meiner Familie und meinen Freunden ermutigt, meiner Leidenschaft zu folgen. Ich habe dann auch in Frankreich studiert, um alles über die europäische Opernszene zu lernen, und dort in vielen Opernhäusern gesungen.  Das größte Problem eines Opernsängers ist die Einsamkeit: Wir sind oft von unseren Familien getrennt. Wir müssen auf uns und unsere Stimmen achten und wir müssen immer Höchstleistungen abrufen können. Unsere Familien sind oft zu weit weg, um uns bei den täglichen Aufgaben zu unterstützen. Wenn ich jedoch auf der Bühne stehe und fühle, dass ich gut gesungen habe und das Publikum zufrieden ist, ist das der beste Lohn für all die Anstrengungen.

Welchen Interessen hast du noch außerhalb des Theaters?
Ich gehe gerne mit meinen Freunden aus – hier in Erfurt gibt es sogar eine georgische Gemeinschaft – und ich spreche jeden Tag mit meiner Familie. Ich habe viele Freunde in Frankreich, die mit mir in Kontakt geblieben sind. Zudem gehört Kochen zu meinen Vorlieben. Ich mag es, dafür einzukaufen und die Geschäfte in Erfurt zu erkunden. Außerdem gibt es einige Konzerte und Kunstgalerien, die ich sehr interessant finde. Aber natürlich verbringe ich eine Menge Zeit mit Proben. Es ist gut für meine Stimme, hart zu arbeiten.

Was sind deine Wünsche für die Zukunft?
Ich habe an der Opéra Bastille in Frankreich und am Shanghai Grand Theatre gesungen. Wie jeder Sänger möchte ich an den berühmtesten Opernhäusern der Welt auftreten. Ich habe das Gefühl, dass ich hier am Theater Erfurt mit meiner Karriere sehr gute Fortschritte mache. Dafür bin ich sehr dankbar.

Schön, dass es dir in Erfurt und am Theater gefällt. Was ist für deine Arbeit wichtig? 
Für mich als Sänger ist es wichtig, in den Opernhäusern, in denen ich arbeite, eine gute Atmosphäre vorzufinden und zu spüren, dass meine Sängerkollegen und ich eine Gruppe sind, eine Einheit, eine Familie, so wie ich sie in Erfurt gefunden habe.

Vielen Dank für das Gespräch!

Gesprächsfotos: Paul Ader | Szenenfotos: Lutz Edelhoff

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Eingestellt von

Frank Schlebeck

Frank Schlebeck

Erfahren Sie hier mehr