Am liebsten im Atelier: Nicola Minssen

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Nicola Minssen, Bühnen- und Kostümbildnerin

Wer sich für einen Künstlerberuf entscheidet, der weiß, dass auch das Reisen zu seinem Leben gehört. Als freischaffender Künstler sowieso. Man kommt herum, lernt neue Städte und Länder kennen, neue Menschen. Auch Nicola Minssen ist so eine Reisende. Sie arbeitet freischaffend als Ausstatterin für Bühnen und als Kostümbildnerin. Berlin, Triest, Augsburg, Zagreb, Schwäbisch Hall sind nur einige ihrer bisherigen beruflichen Stationen. 2016 reihte sich auch Erfurt in die Liste ein, kümmerte sich Nicola Minssen um die Kostüme für “An der Arche um Acht” bei DOMINO, den DomStufen-Festspiele für Kinder. Seit einigen Wochen ist sie erneut in der Landeshauptstadt und bereitet die Premiere für unsere Märchenoper “Der Zauberer von Oz” vor. Dieses Mal ist sie für Kostüme UND das Bühnenbild verantwortlich. Den berühmten Film mit Judy Garland hat Nicola Minssen tatsächlich erst während der Vorbereitungen zum Stück gesehen. Den “Zauberer von Oz” verband sie nach eigener Aussage immer mit “Alice im Wunderland”. Und große Ähnlichkeiten gäbe es zwischen beiden Geschichten ja in jedem Fall. In Erfurt zu arbeiten, eine Vision zu realisieren, sei Freude und Spaß, das Haus biete technisch viele Möglichkeiten und tolle Teams in den Werkstätten. Die gebürtige Berlinerin ist absolut gespannt, wie ihr Oz-Setting beim Publikum ankommt. Wir sind es auch! Unsere angefangenen Sätze hat sie übrigens gerne zu Ende gedacht…

Als ich klein war… wollte ich Anwältin werden und die Welt verändern.

Wenn ich morgens aufwache… ist für mich eine große Kanne Tee und ein ruhiger Tagesanfang ziemlich hilfreich.

Theater ist für mich die Art… die ich dann gewählt habe, um unsere Welt mit zu formen.

Ein Leben ohne Internet… war auch gut, möchte ich aber nicht mehr zurück.

Am liebsten bin ich… im Atelier und baue Modell, entwerfe, erstelle Bilder und Skizzen, um mich dann mit Freunden und Kollegen darüber auszutauschen und erfundene Welten weiterzutreiben.

Ungeduldig werde ich… wenn ich die Lösungen nicht sofort finde und Antworten auf sich warten lassen.

Inspiration hole ich mir… völlig unkontrolliert. Das passiert auf unterschiedlichste Art und Weise. Aber gucken, lesen, mit offenen Augen durch die Welt gehen und seiner Neugier folgen sind immer gute Mittel.

An meinen Freunden schätze ichOffenheit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Loyalität.

Gerade lese ich… den neuesten Roman von Haruki Murakami, “Killing Commendatore”.

Das Verrückteste, was ich je getan habe… damit möchte ich nicht anfangen, das würde den Rahmen sprengen bzw. ich würde sicher das falsche Ereignis auswählen.

Schwach werde ichoft genug, aber mit Sicherheit bei gutem Kuchen, teuren Pralinen, und Reisen in die Sonne.

Foto: Paul Ader

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Eingestellt von

Alexandra Kehr

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